Truhenorgel: I / 7 (in St. Petri Buxtehude seit 2010)



 


Buxtehude St. Petri

Truhenorgel mit 7 Registern in Anlehnung an die Näsertruhe von 1734 aus dem Nürnberger Nationalmuseums mit folgender Disposition:

1. Gedeckt   Eichenholz
2. Quintadena c´/cis´ Eichenholz
3. Gedeckt   Eichenholz
4. Sesquialter 2 2/3´ 1 3/5´ab c´/cis´ 87% Zinn
5. Principal   87% Zinn
6. Quinte 1 1/3´   28% Zinn
7. Regal   Bleibecher, Messingkehlen

Das ganze Instrument basiert in den Abmessungen und Ausführung auf historischen Vorbildern. Die Mensuren und Art der Pfeifenaufstellung sind der Truhenorgel des Nürnberger Nationalmuseums von Gottlob Näser (Fraustadt 1734) entlehnt. Eine Koptische Steinbrüstung aus dem 7. bis 8. Jahrhundert diente den Ornamenten als Vorbild. Die Orgel hat vier ausklappbare Tragegriffe. Altes Eichenholz diente bei der Herstellung als Material. Ventile und Stecher sind aus Cellobodenfichte. Die Untertasten sind mit Palisanderholz belegt, Obertasten aus Mooreiche. Tasten und Ventile sind mit Pergament angeschwänzt. Alle Teile der Windlade sind aus Eichenholz, Dichtungen aus Schafsleder. Die Metallpfeifen haben Bleikerne und sind von Hand ausgedünnt. Das elektrische Gebläse liegt im Balgkasten. Der Balgkasten ist getrennt transportabel.
Die Intonation erfolgte nach traditionellen Vorgaben und zeitüblichen Gepflogenheiten. Der Baß dieser Orgel ist nicht sehr laut, was durchaus im Vergleich modernerer Instrumente auffällt. Dieses ist hauptsächlich durch die Mensuren festgelegt. Die Pfeifen sind mit relativ offenen Kernspalten intoniert, was den Diskant sehr aufhellt, dieses dient einmal der besseren Stimmhaltung und andererseits gibt es dem Klang des Instruments besondere Brillanz.